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Auch in Namibia blüht das Geschäft mit der Trophäenjagd

In Namibia gibt es erschreckend viele so genannte Jagdfarmen. Schon gleich in unmittelbarer Nähe des Flughafens findet man sie und die entsprechenden Reisen inklusive Abschuss kann man ganz normal auch bei vielen deutschen Jagdreiseanbietern buchen. Legal, illegal - ich weiß es nicht.

Aber als ich bei Air Namibia angefragt habe ob man eine große Fotoausrüstung eventuell als Sondergepäck transportiert da hat man mir mitgeteilt dass es so eine Möglichkeit nur für Jagd- und Golfausrüstungen gibt - und das auch noch umsonst. Also da kann man ja schon ahnen wie gut diese Art von Geschäften laufen.

Es gibt sogar Preislisten von den Veranstaltern was so ein organisierter Trophäenabschuss für die jeweilige Tierart kostet. Auf diesen Preislisten sind auch viele geschützte Tierarten wie Nashörner, Leoparden und Geparden zu finden. Meist ist da der Preise wohl so hoch, dass man den aber nur auf Anfrage mitgeteilt bekommt. Andere Tiere, wie beispielsweise die Schakale, werden gar umsonst abgeschossen. Es ist eine Schande.

In unmittelbarer Nähe zum Flughafen trifft man auf Präparatoren, wo die Kadaver der Tiere dann im großen Stil als Wohnzimmerdekoration hergerichtet und verkauft werden. Das sind große Hallen voll mit toten Tieren. Giraffe, Nashörner, Elefanten, Löwen, Geparden, Leoparden, viele, viel Antilopen, Zebras, alle möglichen Vogelarten, Affen und, und, und… selbst ein riesige Nest der Siedler-Webervögel gab es da "zum Mitnehmen".

Ein Kabinett des Grauens. Und ja, man spricht deutsch da.


Rosa Pelikane bei einer Bootstour in Walvis Bay, Namibia

Pelikanen sind fantastische Vögel und wunderbare, sehr elegante Flieger. Ich mochte Pelikane schon als Kind, keine Ahnung warum - damals kannte ich Pelikane ja nur aus dem Zoo und als Markenzeichen des bekannten Schulfüller-Hersteller.

Die ersten wildlebende Pelikane hab ich dann in Australien gesehen und war begeistert von deren Flugkünsten. Die großen Vögel segelten mit hoher Geschwindigkeit und nur wenige Zentimeter über den Wellenkämmen den gesamten Strand entlang. Diese Eleganz hatte ich von diesen großen und zuerst mal unförmig wirkenden Vögel nicht erwartet. Aus dem Zoo kannte ich die Pelikane ja nun mal nur schwimmend und an Land watschelnd.

In Walvis Bay, Namibia und Umgebung gibt es sehr große Kolonien der rosa Pelikane. Insbesondere früh Morgens kann man in der Hafenbucht unter anderem auch große Schwärme der Pelikane beim Fischen beobachten. Und im weichen Morgenlicht leuchtet ihr Gefieder dann auch sehr schön rosa. Da der Zugang zu den großen Kolonien außerhalb von Walvis Bay zu dieser Zeit nicht möglich war haben wir eine bequeme Hafen- und Robbenrundfahrt mit dem Ausflugsschiff gemacht. So kommt man nicht nur sehr gut an die Robbenkolonien heran, es ist auch für die Tiere stressfreier. Die Version mit Paddelbooten hat in den Tieren in den Kolonien für deutlich mehr Aufregung gesorgt, wie wir beobachten konnten.

Bei den Touren mit den Ausflugsschiffen kann man mit etwas Glück Robben, Delfine, diverse Seevögel, Flamingos und die Pelikan sehr hautnah erleben. Das liegt natürlich auch daran, dass man die Wildtiere regelmäßig mit Fischen füttert. Die Tiere kennen diese Schiffe also gut und schätzen die bequemen Mahlzeiten. Und für uns gab es an Bord auch sehr leckeres, frisches Seafood mit Austern und allem drum und dran.

Alles zusammen war das also eine sehr schöner Vormittagsausflug. Hier eine Bilderserie von der Fütterung der Pelikane. Um die Fische aus der Luft schnappen zu können müssen sie quasi eine Vollbremsung im Flug machen. Die Flugmanöver sind wirklich abenteuerlich. Die Fotos habe ich mit einem 50-135mm 1/500 f7.1 gemacht. Leider war das Wetter anfangs noch etwas trübe.







Säbelschnäbler - Pied Avocet (Recurvirostra avosetta)

Säbelschnäbler sind jetzt nichts Ungewöhnliches aber ich mag das Foto. Hab das Foto früh morgens direkt an der Beach vor unserem Hotel in Walvis Bay, Namibia gemacht.
Pied Avocet (Recurvirostra avosetta) 600mm 1/500 f5.6

Mein erstes Fotobuch von Blurb ist heute angekommen - ich bin begeistert

Gerade ist mein Fotobuch "Namibia" von Bulb angekommen und ich finde es toll. Zum Testen hab ich zuerst mal die günstigere Version mit Softcover bestellt. Mit einem Hardcover ist es bestimmt noch wertiger.

Zur Produktionsqualität
Das Buch ist tip-top verarbeitet, wie ein reguläres Buch aus dem Laden. Auch die Papierqualität ist gut - ich habe mich für die einfache Standardqualität entschieden. Das Papier ist matt weiß und gestrichen, also mit einer glatten Oberfläche. Nur der Umschlag ist glänzend.

Zur Bildqualität
Also alle Farbfotos sehen exakt so aus, wie ich sie vorher am Monitor gesehen habe. Vielleicht einen ganz klein wenig wärmer, aber ohne Farbstich. Nur bei den Schwarz-Weissfotos sind einige leicht bläulich geworden. Ich muss das noch mal prüfen ob das vielleicht auch an mir lag.

Aber insgesamt bin ich begeistert, wie gut die Fotos gedruckt rüberkommen.




September 22th - is World Rhino Day

Heute ist der Welt-Nashorn-Schutztag. Nach wie vor werden Nashörner abgeschlachtet, weil manche Leute meinen das Horn würde ihre Potenz steigern. Und die sind beriet viel Geld dafür zu bezahlen. So viel, dass auch hohe Strafen und bewaffnete Schutztruppen das Töten nicht verhindern können. Was kann man tun - Infos findet man auf der Webseite rhinoconservation.org Breitmaulnashorn fotografiert in Namibia
White Rhino by jan-borgstede
White Rhino, a photo by jan-borgstede on Flickr.

Das grazile Steinböckchen / Steenbok

Steinböcken (Raphicerus campestris) gehören zu den Zwergantilopen - die Schulterhöhe beträgt gerade mal rund 50cm. Auffallend sind natürlich die großen Ohren, aber ich fand die Böckchen wunderschön - ja, vielleicht sogar das Tiere mit der anmutigsten Erscheinung von dem was wir in Namibia gesehen haben. Und äußerst vorsichtig und scheu sind sie. Wahrscheinlich werden sie auf einigen Farmen in Nambia auch bejagd. Man bekommt sie also auf den Safaris meist nur für ganz kurz zu sehen.

Großer Nilwaran am Okawango River, Namibia

Bei der zweiten Bootstour auf dem Okawango Fluss in Namibia hatten wir einen Guide, der wirklich extrem gut war und "im Vorbeifahren" sogar diesen Waran im Baum entdeckt hat. Und auch wenn ich ja bereits wusste wo der Waran im Baum liegt und der eine Fuß dann ja auch leicht zu entdecken war  - ich hab trotzdem noch lange gebraucht bis ich den Kopf des Warans auch endlich gesehen hab.

Aber was für ein wunderschönes Tier, oder? Offenbar fühlte dieser Waran sich auch ziemlich sicher, so versteckt auf dem Baum. Meist nehmen sie nämlich ziemlich schnell Reiss aus, wenn man sich mit dem Boot auch nur etwas zu nahe an sie heran pirscht.

Großer Nilwaran am Okawango River, Namibia - 600mm 1/250 f11

Bienenfresser (Merops apiaster) im Okavango Delta, Namibia - mit einem Making-of

Bienenfresser sind Zugvogel, die im südlichen Afrika überwintern - so bekommt man Sie in der Regenzeit auch in Namibia zu sehen. Diesen hier haben wir im Okavango Delta vom Boot aus gesichtet. Wunderschön, vor allem so, wenn er wie hier ganz ins warme Sonnenuntergangslicht getaucht ist.

Bienenfresser am Okavango Fluss, Namibia - 600mm 1/250 f11

Es gibt auch wunderschöne, kleine Naturschutzgebiete im Caprivistreifen die sich auf jeden Fall lohnen. Zusätzlich kann man hier aber auch Bootssafaris zu dem Nilpferden auf dem Okavango River machen. In der Regenzeit, wenn der Okavago schon sehr viel mehr Wasser führt ist das aber deutlich schwieriger als im Sommer (Trockenzeit) hat man uns gesagt. Wenn das Wasser sehr tief ist, dann sind die Nilpferde viel vorsichtiger und scheu. Auf der anderen Seite bekommt man aber dann auch europäische Zugvögel, wie den Bienenfresser zu sehen.

Die schönste Tageszeit für die Boottouren ist abends bis kurz vor Sonnenuntergang, wenn das Licht schön warm und golden ist. In der Regenzeit ist da natürlich kaum was los und so hatten wir das Boot ganz für uns alleine, was die Sache auch schon mal erleichtert. Dennoch ist es schon eine wackelige Angelegenheit. Der Fluss fließt an dieser Stelle auch recht schnell und muss man immer ein Stück hochfahren und lässt sich dann wieder mit der Strömung hinabtreiben - in der Hoffnung, dass die Tiere dann noch da sind.

Ich habe einige Varianten beim Fotografieren ausprobiert - mit dem Beanbag auf dem Boden liegend, mit dem Einbein und auch freihand. Am Besten hat es immer noch mit dem großen Dreibeinstativ geklappt. Und so hatten wir unsere beiden Stative am Bug des Bootes aufgebaut.

Karsten mit unsere Stative am Bug des Bootes - ein Snapshot von der Rückfahrt zum Resort
Und hier ist mal das unbeschnittene Originalfoto - man kann sich vorstellen wie nahe der Vogel uns herangelassen hat, auch wenn ich das Foto natürlich mit einem 600er gemacht habe. Die kurze Distanz war dann aber auch die besondere Herausforderung bei diesem Foto. Sobald ich den Fokus verloren hatte, da war durch den ultrakurzen Schärfebereich kein Vogel mehr im Sucher zu sehen. Und dabei hat sich das Boot ja auch noch ständig bewegt. Da war ich schon selbst erstaunt, wie gut das letztendlich funktioniert hat...

Das unbeschnittene Foto vom Bienenfresser - 600mm 1/250 f11

"Zarāfa" - Giraffe auf arabisch und das bedeutet "Die Liebliche"

"Die Liebliche" Giraffe. Ja, eigentlich finde ich diesen Namen schon viel passender - zumal es doch eines der schönsten und anmutigsten Tiere Afrikas ist, wie ich finde. Vor allem die Bewegungen der Giraffen sehen doch immer besonders elegant und anmutig aus, oder? Fast wie in Zeitlupe. Und dann haben sie wirklich sehr schöne und große, sanfte Augen. Ich finde Giraffen wunderschön.

Zum Fotografieren, da wird es schon sehr schwierig mal ein neues Motiv zu finden. Aufgrund ihrer Größe sind sie nun mal sehr leicht zu finden. Und so kommt jeder Afrikareisende auch mit haufenweise Giraffenfotos zurück. Ich hab mein Material mal durchgeforstet, auf der Suche nach ungewöhnlicheren Giraffefotos. Hier also eine kleine Ausbeute:

Giraffe - nein das Gras ist da nicht 4 Meter hoch :) - die lag da ganz entspannt im hohen Gras


eine ganz junge Giraffe - man sieht noch die Nabelschnur und dass es Hunger hat, nach dem Speichelfluss zu urteilen

Die Giraffenmutter ermutert ihr Junges zum Säugen - das durften wir auch beobachten

Der große Bulle mit vollen Backen - das ist so ein klassisches Giraffenfoto

Kamelopard - Giraffa camelopardalis

Die Römer nannten die Giraffe "camelopardalis" weil sie wohl dachten das wäre eine Mischung aus Kamel und Leopard. Im wissenschaftlichen Gattungsnamen ist diese Vermutung auf jeden Fall erhalten geblieben - Giraffa camelopardalis. Bei der Fellzeichnung liegt so eine Vermutung ja natürlich sehr nahe.

Und ganz so friedlich, wie sie immer erscheinen, sind die Giraffen auch nicht. Wenn die Giraffenbullen ihre Rangkämpfe absolvieren, dann geht es ganz schön zur Sache. Die Kämpfe werden vor allem mit Kopfstößen ausgetragen. Die Kopfstöße sehen durch die Länge des Halses auf den ersten Blick fast wie in Zeitlupe aus - da steckt aber ordentlich Wums dahinter. Manchmal wird so einer der Bullen sogar ausgeknockt.

Giraffenbullen beim Kampf

Giraffe am Boden
Ich hab hier mal die Fotos in Schwarzweiß gemacht. Gerade durch die schöne Fellzeichnung finde ich sind diese Motive sehr schön dafür geeignet. Und im 1:1 Format wirken sie zudem noch wie aus analogen Zeiten.

Blitzschnelle Überraschung beim Fotografieren eines Kokodils in Namibia

Krokodile sieht man meist entweder nahezu bewegungslos am Ufer liegen oder nur die Augenpartie, wenn sie im Wasser sind. Solange kein Angriff eines Krokodils erfolgt erscheinen diese mächtigen Tiere eher träge und schwerfällig - aber da täuscht man sich gewaltig.

Hier wollte ich von einem kleinen Ausflugsboot aus die Augen des Krokodils zu fotografieren. Mit einem 600mm Objektiv ist das eh schon eine äußerst wackelige Angelegenheit, trotz Stativ. Das Boot schwankte merklich bei jeder Bewegung und die Schwingungen des Außenbordmotors taten ihr übriges. Die Bedingungen waren also eh nicht gerade optimal.

Das ist mein erstes Foto von dem Krokodil - wie man sieht lag es da ganz ruhig im Wasser, auch wenn es uns natürlich schon sehr genau beobachtet hat.

Die Augenpartie eines Krokodils im Okawango Fluss in Namibia, Afrika
Ja und dann hat es dem Krokodil wohl gereicht und es hat uns deutlich gezeigt welche Power in ihm steckt. Hier als die zweite Aufnahme, nur eine Bruchteil einer Sekunde danach. Whow! Vor Schreck bin ich fast hinten rüber von Bord gefallen, hab aber reflexartig doch noch den Auslöser gedrückt.

Whow... hier lag mal das Krokodil.
Also wenn es darauf ankommt, dann können sich diese große Krokodile nahezu explosionsartig bewegen. Und das gänzlich ohne irgendwelche sichtbare Ansätze. Für so manche Wildtiere ist das eine tödliche Falle.

Trotzdem, irgendwie haben mich die Krokodile schon sehr fasziniert. Und so habe ich noch oft versucht ein besseres Foto hin zu bekommen. Dieser sehr große Bursche hier hatte mich regelrecht verfolgt, was schon etwas unheimlich war. Mal verschwand er und plötzlich tauchte er ein paar Meter weiter wieder auf. Aus den Augen hat er mich wohl die ganze Zeit nicht gelassen. Aber glücklicherweise sah ich dann wohl doch nicht so lecker aus ...

Im Fokus eines Krokodils, Namibia Afrika

1200mm Brennweite an der PENTAX K5 - F* 600mm f4.0 + REAR CONVERTER-A 1.4X-L + 1.5 Crop

Es gibt sie noch, die alten PENTAX REAR CONVERTER-A. Die 1.4-L Version, wie ich sie habe, kann man aufgrund der Baulänge aber nur an Objektiven über 300mm einsetzen. Fast perfekt für mein F* 600mm f4.0 man muss damit halt nur manuelle Fokussieren. Die optischen Qualitäten (5 Elemente in 5 Gruppen) sind aber durchaus vorzeigbar, wie ich finde. Und die Produktionsqualität ist hervorragend - schon alleine am Gewicht (175g) merkt man, dass man hier etwas ganz anderes in der Hand hält als so manches vergleichbares Produkt.

PENTAX REAR CONVERTER-A 1.4X L

Der Telekonverter im Einsatz
Es gibt Situationen in denen selbst ein 600mm (900mm) Superteleobjektiv einfach nicht mehr ausreichen. So waren wir in Namibia schon den ganzen Tag unterwegs, auf der Suche nach der kleinen Elefantenherde. Und das obwohl die Elefantenkuh ja schon einen Funksender trug, die grobe Richtung und Entfernung kannten wir also schon. Aber wenn die Elefanten Kälber haben, dann sind sie sehr vorsichtig und scheu. Und so ein rumpelnder Geländewagen, der ist nun mal auch schon auf große Entfernungen zu hören - genug Zeit für die Elefanten sich zu verdrücken.

Letztendlich haben wir die kleine Herde dann aber doch noch entdeckt. Allerdings war die Distanz zu den Elefanten so groß, dass auch mit dem 600er einfach nichts vernünftiges zu machen war. Das war dann der richtige Moment um auf meine "geheime Reserve" zurückzugreifen. Um über die Bäume hinweg fotografieren zu können hab ich mein Stativ auf dem Kabinendach des Geländewagens positioniert. Und mit dem 1.4x Telekonverter am 600er hatte ich dann rund 1260 mm Brennweite zur Verfügung. (600mm x 1.4 REAR CONVERTER x 1.5 Crop)

irgendwo da hinten rechts zwischen den Bäumen waren die Elefanten

Und das Resultat ist doch durchaus vorzeigbar, oder? Das ist übrigens bereits ein ca. 50 % Crop vom Originalfoto. Und die dunkle Vignettierung an den Rändern hab ich nachträglich digital eingefügt, weil ich das für diese Bild dramatischer fand. Auch den Kontrast und die Farben musste ich etwas anziehen - aber für ein Foto auf so eine große Distanz bin ich sehr zufrieden mit dem Ergebnis.

PENTAX K5 mit 1200mm (F*600mm + REAR CONVERTER-A 1.4X-L) 50 % Crop

Beim manuellen Fokussieren nutze ich übrigens den Autofokus der Kamera als Hilfe. Auch wenn das Objektiv natürlich manuell fokussiert werden muss kann man den Autofokus der Kamera nach wie vor als Signalgeber nutzen - piepst wenn 's scharf ist - was ich persönlich besser finde als den Liveview zu nutzen. Zum Auslösen hab ich natürlich einen Kabelauslöser genutzt. Bei der Brennweite ist das auch bestimmt eine gute Idee.

PENTAX REAR CONVERTER-A 1.4X-L

Die Löwen kamen direkt auf uns zu - im Etosha National Park, Namibia

Also das war natürlich eines der ganz großen Highlights auf unserer Namibiareise. Die drei Löwen - zwei Männchen und ein Weibchen - die kamen direkt auf uns zu. Und das sind wilde Löwen. Keine organisierte Fütterung oder so. Wir hatten also nur ein bisschen Autoblech zwischen diesen groooßen Raubtieren und uns. Wenn man 'ne Fotoreise nach Afrika macht, dann träumt man natürlich von so was. Klappt aber nicht immer, man muss also schon ziemlich Glück haben.

Am Abend davor hatte mir ein andere Fotograf schon erzählt, dass sie gerade eine Gruppe Löwen ganz in der Nähe von unserer Lodge gesehen hatten. Da war es aber leider schon zu spät um noch schnell ins Auto zu springen. Wenn es dunkel wird schließen die Lodges im Etosha National Park ihre Tore und man kommt nicht mehr raus. Ist wohl zu gefährlich.

Am nächsten Morgen haben wir im "Sichtungsbuch" der Lodge noch mal nachgeschaut - dort tragen viele Leute ein wo und wann sie welche Tiere gesehen haben und so hatten wir schon einmal einen Anhaltspunkt wo wir zu suchen hatten. Wir waren aber schon wieder auf dem Rückweg und da waren sie plötzlich da – am helllichten Tag, auf freiem Feld und sie liefen direkt auf uns zu. So was ist natürlich ein Traum für jeden Fotografen. Ich hab mein 600er von der Rückbank aus in Stellung gebracht und Karsten vorne vom Fahrersitz …

Löwe, Männchen - geschätzte Entfernung ca. 12 Meter - mit Blick direkt in meine Kamera

Löwe, Männchen - geschätzte Entfernung ca. 8 Meter

Löwe, Männchen - geschätzte Entfernung ca. 5 Meter - der lief direkt hinter unserem Auto durch
Aus dieser Nähe kann man eine roten Farbschimmer im Fell am Hals und Brustkorb sehen - vielleicht ja noch die Reste von der Mahlzeit aus der vergangenen Nacht.

Um das fantastische Erlebniss noch besser rüber zu bringen hab ich die gesamten Fotosequenz in einem Video zusammengeschnitten - ich hoffe das Gefühl wie es ist, wenn ausgewachsene Löwen direkt auf einem zukommen, wird mit dem Video noch einmal mal intensiver - gibt es auch in HD:

Schabrackenschakal in Etosha Nationalpark, Namibia

Schabrackenschakal (canis mesomelas) 600mm 1/125 f5.6
Ist das ein authentisches Naturfoto? Ich denke mal ja. Zumindest nach dem Reglement der meisten Wettbewerbe ist es das. Hab hier werden was rein- noch rauskopiert und auch sonst nur die zulässigen EBV-Arbeiten gemacht. Ist also alles im zulässigen Rahmen ;-)

Und es ist auf jeden Fall ein authentisches Porträt dieses wunderschönen, aber heutzutage leider oft ungeliebten Raubtieres. Anders kann ich es mir nicht erklären, dass man auch heute noch Jagd auf diese Tiere macht. Die Ägypter haben das ganz offensichtlich anders gesehen - der altägyptische Gott der Totenriten Anubis wurde mit einem Schakalskopf dargestellt.

"Anubis überwachte die richtige Einbalsamierung (Mumifizierung). Im Grab empfing er die Mumie, vollzog die Zeremonie der Mundöffnung und führte die Seele zum „Feld der Himmlischen Opfergaben“, wobei er die Hand schützend auf die Mumie legte. Seit dem Alten Reich ist Anubis als Totenrichter belegt, der zusammen mit Thot das Jenseitsgericht leitet. Seine wichtigste Aufgabe bestand in der Überwachung des Seelenabwägens und sein Urteil war von entscheidender Bedeutung. Deshalb wurden die Gebete für die Toten auch an ihn gerichtet" (Wikipedia)

"Marianne" mein Erdmännchen aus Namibia - Best shot of the day

Erdmännchen 120mm 1/500 f2.8

Nomtsas Safaris - Vogelgalerie Namibia

Hier werden die häufigsten Vogelarten Namibias mit ihrem deutschem und ihrem wissenschaftlichen Namen aufgeführt. Die Fotos sind zwar leider nicht so schön, aber brauchbar. Dazu gibt es noch eine grobe Ortsangabe, wo die Fotos gemacht wurden.
Wenn man sich, wie meiner einer, mit den ganzen Vogelarten nicht so gut auskennt, dann hilft so einer vor sortierte Artenliste schon gewaltig bei der Identifizierung der meisten Vögel. Nomtsas Safaris - Vogelgalerie Namibia

Grünmeerkatzen Portrait im Maghango Nationalpark, Namibia - Best shot of the day

Grünmeerkatze - 600mm 1/500 f11

Grünmeerkatzen im Mahango Nationalpark, Namibia

Grünmeerkatzen sind in ganz Afrika südlich der Sahara weit verbreitet. Da sie relativ unempfindlich für die Nähe von Menschen sind und manchmal auch die Gärten und Plantagen plündern sind sie nicht überall beliebt. Manchmal werden sie sogar wegen ihres Fleisches gejagt, sind aber nicht bedroht.

Wir haben Grünmeerkatzen nur im Norden Namibias, im Mahango Nationalpark gesehen. Angst hatten die keine vor den Parkbesuchern und den Autos und so sind wir sehr nahe an die Tiere herangekommen. Die natürlichen Feinde der Grünmeerkatzen sind Raubkatzen, Schakale, Hyänen, Greifvögel aber auch Paviane.

Kontrollblick nach Greifvögel, den natürlichen Feinden der Grünmeerkatzen
Die Grünmeerkatzen leben in Gruppen aus Männchen, Weibchen und deren Nachwuchs. Das können auch schon mal Gruppen von bis zu 80 Tiere sein. Wie viele Tiere wir insgesamt gesehen haben lässt sich gar nicht so leicht beantworten, da sich die Gruppe sich viele kleineren Trupps aufgeteilt hatte. Auf jeden Fall hatten sie auch so einige Jungtiere dabei.

Dies ist denke ich mal eine Mutter und deren Kind - zur Begrüßung hat das Jungtier (links) dem älteren Tier einen sanften Nasenstupser gegeben, wie bei den Eskimos...

Grünmeerkatzen begrüßen sich mit einem Nasenstupser

Stative und Stativköpfe für Safaris in Namibia - was würde ich wieder mitnehmen?

Den Beanbag würde ich auf jeden Fall wieder mitnehmen, der ist richtig klasse - kleines Transportmaß, leicht und unglaublich vielseitig. So ein Beanbag ist einfach optimal für das Fotografieren von und aus den Fahrzeugen heraus. Sehr hilfreich ist, wenn der Beanbag eine rutschfeste Unterseite hat, wie zum Beispiel der Skimmersack. So kann man den Beanbag auch während der Fahrt problemlos auf den Metallrohren hängen lassen. Gefüllt hab ich den Beanbag vor Ort mit Sonnenblumenkernen - nicht ganz günstig aber das war das Beste, was ich im normalen Supermarkt in Namibia auftreiben konnte.

Das große Dreibeinstativ hätte ich ja beinahe zu Hause gelassen - kann man aber schon sehr gut gebrauchen. Hab damit auch vom Fahrzeugdach aus fotografiert. Aber vor allem an den Wasserlöchern braucht man unbedingt ein Dreibeinstativ. Da ist vor allem früh morgens und spät abends am meisten los - also wenn es mit dem Licht schon oder noch nicht so optimal ist.

Wenn man nur relativ leichte Objektive dabei hat, dann ist ein Einbeinstativ eine sehr gute Alternative zum Dreibeinstativ. Die schönsten Motive gibt es eben meist dann, wenn es eigentlich zu dunkel ist um aus der Hand zu fotografieren. Und sitzt man auf einer der hinteren Reihen in den Safarifahrzeugen, dann ist ein Einbeinstativ eh das einzige, was man sinnvoll einsetzen kann.

Und die Stativköpfe

Den großen Gimbalhead hab ich natürlich immer auf dem Dreibeinstativ eingesetzt - braucht man aber nur  für ein großes, schweres Superteleobjektiv. Bei den Safaris hätte der Aufbau aber meist zu lange gedauert, so hab ich den Gimbalhead nicht so oft nutzen können wie ich gedacht habe. Wenn man nur ein paar Sekunden Zeit hat um sein Foto zu machen, da probiert man es lieber "aus der Hand" bevor man die Zeit mit dem Stativaufbau vertut und das Motiv so womöglich verpasst.

Der Videokopf hab ich gar nicht nutzen können. Den hab ich also umsonst mitgeschleppt. Ok, ich mach ja auch in erster Linie Fotos und so kommt Video immer erst an zweiter Stelle, wenn ich meine Fotos im Kasten habe. Bei anderen Safarifahrzeugen, zum Beispiel die Minibusse in Kenia, wo man aus einer Dachlucke heraus fotografiert, da kann man so einen Videokopf vielleicht besser einsetzen.

Alternativ, bei leichteren kann man natürlich auch einen Kugelkopf einsetzen - zumindest auf einem Dreibein macht das ja schon Sinn. Für einen Beanbag oder ein Einbeinstativ braucht man das für die Safaris aber eher nicht.

Ach und noch ein Tipp
Am Besten hat man auch das passende Werkzeug dabei um die Schrauben am Stativ und den Stativköpfen mal nachziehen zu können. Zumindest mir ist es passiert, dass sich da Schrauben gelockert haben. Das kam wahrscheinlich durch das stundenlange Rütteln und Schütteln auf den Fahrzeugen.

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