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Wildtiere im Zirkus? Alte Debatte neu entflammt | NDR.de

Zirkusvorstellungen ohne Wildtiere oder sogar ganz ohne Tiere sind möglich und auch für ein großes Publikum attraktiv. Beispiele dafür gibt es viele. Dennoch halten viele Zirkusse an ihren Wildtieren fest. Ganz vorne mit dabei der Circus Krone. Elefanten, Löwen, Tiger, Nashörner gehören für den Circus Krone und viele andere nach wie vor zum traditionellen Program. Aber was tut man den Tieren damit an - kann man das wirklich ernsthaft noch vertreten? Die Tierschutzorganisation PETA attestiert den Wildtieren von Circus Krone Verhaltensstörungen. Prof. Hackbarth von der Tierärztlichen Hochschule Hannover bestätigt in diesem NDR-Beitrag, dass bei der Hälfte der von ihnen geprüften Zirkusse gravierende Mängel bei der Tierhaltung festgestellt wurden. Und ob die Tiere in Zirkus ein glückliches Leben haben, dass kann und will auch niemand wirklich bestätigen. Da hilft es auch nicht wenn der Dompteur sich liebevoll um seine Tiere kümmert, zumindest so lange wie sie machen, was er ihnen beigebracht hat. Und wenn die Tiere von dem gleichen Dompteur bestraft werden, dann ist ja keine Kamera dabei. Wildtiere im Zirkus? Alte Debatte neu entflammt | NDR.de - Regional - Niedersachsen - Hannover/Weser-Leinegebiet Da argumentiert ein CDU Politiker und Zirkus-Sprecher mit einem Bildungsauftrag. Auf diese Weise würde man vielen Menschen diese exotischen Tiere näher bringen. Ja, sogar die lila Kuh wird mal wieder zitiert. Aber was vermittelt so eine Zirkusnummer den Menschen wirklich - das Elefanten lustige Hütchen tragen und eine Bolognese tanzen, Affen im Anzug mit dem Fahrrad fahren und Löwen mit Menschen kuscheln - also diese Art Zirkusvorstellungen kann man ja wohl nicht wirklich mit einem Bildungsauftrag rechtfertigen. Wer das seine Kindern zeigt braucht sich doch gerade nicht zu wundern, wenn die tatsächlich glauben Kühe wären lila und Bären sorgen für das Frühstück. Tiere gehören einfach nicht in eine Unterhaltungsshow, schon gar keine Wildtiere.

Zootiere brauchen unsere Stimme, so kann man sich für sie einsetze

Jeder der sich für Tiere und Tierfotografie interessiert, der wird zwangsläufig auch mit schlechten und mangelhaften Bedingungen bei der Tierhaltung konfrontiert. Viel zu kleine Gehege, keine artgerechte Haltung, kein Außengehege, schlechter Gesundheitszustand, vernachlässigte Tiere und mehr. Auch in deutschen Zoos, Wildgehegen und im Zirkus gibt das. Und inzwischen auch immer mehr in privaten Haushalten. Es ist schick ein exotisch Haustier zu halten, auch wenn man es nicht kann. Nehmt es nicht als gegeben hin. Die Tiere können sich nicht wehren, aber wir.

1. Konsequenz - geht nicht mehr hin
Das Zoos, Wildgehege, Zirkuse sind alles kommerzielle Unternehmen, die auch auf unsere Eintrittsgelder angewiesen sind. Wer bezahlt befindet die Zustände für gut und es wird sich nichts ändern. Erst wenn die Zuschauer ausbleiben wird sich da was tun.

2. Konsequenz - erzählt es allen weiter, wie schlecht es den Tieren da geht
Keiner mag leidende Tiere sehen, geschweige denn die auch noch seinen Kindern zeigen. Ist man erst vor Ort, dann ist es schon passiert. Im Internet finden sich aber viele Möglichkeiten anderen davon zu berichten und schlechte Bewertungen abzugeben. So kann man den Anblick auch anderen Tierfreunden ersparen und es kommen noch weniger Leute da vorbei.

3. Konsequenz - Aktionen starten oder sich daran Beteiligen
Es gibt viele regionale und überregionale Tierschutz-Organisationen an die man sich wenden kann. Hier kann man auf die Zustände aufmerksam machen. Vielleicht sind die da sogar schon bekannt, dann kann man sich an deren Aktionen beteiligen. Oder man initiiert selbst eine Aktion. Aber nicht gleich zur Drahtschere greifen - die meisten Zootiere würden hier nicht überleben können.

4. Konsequenz - die Behörden informieren
Tiere haben Rechte und Halter ihre Pflichten. Das gilt auch für private Halter und Haustiere. Und wenn die Tiere offensichtlich leiden und einem die Zustände untragbar vorkommen, dann verstößt das meist auch gegen geltendes Tierrecht. Eine Anzeigen ist da die einzig richtige Konsequenz.

5. Konsequenz - aktiv Aufklären
Nicht jeder weiß so viel über Tiere wie ihr. Klärt sie auf. Nutzt eure Fotos um den Leuten die Tiere und ihre Welt näher zu bringen. Erzählt ihnen, dass Eisbären in einem kleinen Pool nicht glücklich leben werden, fette Hunde mit degenerierten Nasen darunter leiden, Delfine in Zoo eben nicht aus Lebensfreude ihre Saltos machen oder Kinder heilen können, Nashörner und Tiger noch nie für eine Potenzsteigerung sorgen konnten, Nerze in den Wald und nicht um den Hals gehören und dass es auch alles andere als sehenswert ist, wenn Menschenaffen traurig und gelangweilt in die Kamera gucken.

Es gibt viele Möglichkeiten etwas zu tun. Aktuell kann man zum Beispiel aktiv gegen die Situation der beiden Schimpansen im Wuppertaler Zoo protestieren. Auf der Webseite von Peta läuft gibt es die Möglichkeit sich an die Verantwortlichen zu wenden.

Das Elend der Wuppertaler Schimpansen beenden!

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